Hunde aus dem Tierheim

wir haben zwei Hunde aus dem Tierheim und können mittlerweile von unterschiedlichen Erfahrungen berichten.

Hund  Jack , Rüde war im Tierheim 6 Monate alt als wir ihn abgeholt haben. Vorgestellt wurde uns der Hund im Tierheim als Labrador/Boxer Mix  . Für uns war es der erste Hund und wir haben erst einmal vieles von dem , was uns erzählt wurde geglaubt . Der Hund lief nicht an der Leine ( wollte keinen Schritt vorwärts ) und man empfahl uns ihn öfter auf den Arm zu nehmen , da er sehr ängstlich war und ständig jeden und alles anbellte.

Einweisung und Hilfestellung gab es vom Tierheim keine. Wir konnten nur im Tierheim mal kurz mit dem Tier an der Leine laufen . Auffällig war  , dass Jack alleine in einem Käfig in einem Gebäude untergebracht war . Wir machten darüber keine Gedanken, bis er bei uns zu Hause war und wegen Dauerdurchfall zum Tierarz musste . Er hatte Giardienbefall …. was das Tierheim sicherlich wusste .

Nur zur Info …ein deutsches Tierheim -überörtlich (staatlich) subventioniert .

 

Jetzt ist Jack fast drei Jahre bei uns und wir wissen, er ist ein Herdenschutzhundmix  mit einem typisch sehr  eigenwilligen Charakter.

Nach ersten Versuchen mit Hundetrainern                               (Hausbesuche) , die außer viel Kosten nichts gebracht haben entschieden wir uns für eine herkömmliche Hundeschule. Der Anfang war einfach eine Katastrophe …Horror für Jack und uns . Jack ging alles an, was sich bewegte und nur auf Grund seines relativ geringen Gewichtes von 20 Kg war er noch zu händeln . Unsere Trainerin war nicht besonders amused über diese Krawallschachtel  , trotzdem durften wir immer wiederkommen. ……Danke Antje …..

Da  Rentner und viel Zeit gab es jeden Tag wenigstens 4 Stunden Training inkl. der Einheiten meiner Frau . Zusätzlich  wurde alles was Tv , Internet und Büchermarkt hergab durchforstet……..und wir waren da , wo wir angefangen hatten . Einzig Mut machte uns das Training mit dem Preydummy . Hier waren Fortschritte sicht- und  fühlbar .  Futter gibt es nur noch aus dem Beutel , meist verbunden mit Apportierübung oder Suchspielen . Bewegung ja …..aber nur wenn der Herr gerade Lust hat  z.B. Katzen jagen …….und dann geht die Post ab. Für ein Eichhörnchen kann man ja auch selbst mal versuchen auf einen Baum zu klettern. Viel Anlauf und für einen kurzen Moment hängt man da .Leider geht es nicht weiter . Besonders schlecht ist es, wenn es regnet . Als Hund hat man weder Wettermantel noch Regenschirm und da bleibt man doch besser drinnen. Zu Hause wird Schutz unter dem Sofa gesucht , was mit 6 Monaten auch noch gut klappte, heute sitzt er manchmal klemm darunter und wir müssen ihm helfen.

Alles in allem haben wir jetzt einen guten Schutz- und Wachhund , der es genießt in der Zwischenzeit versorgt und betüddelt zu werden .